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Studenten-WM in Zürich (5.–11. September): Sport, Kunst und Kultural - An der 11. Studenten-Weltmeisterschaft in der ETH Zürich geht es nicht nur um Spitzensport, sondern auch um Kunst und Kultur. Zuschauer sind vom 5. bis 11. September 2010 sowohl bei den Wettkämpfen wie bei den zahlreichen attraktiven Rahmenveranstaltungen herzlich willkommen. Ein erstes kulturelles Highlight bietet die Eröffnungsfeier am Sonntag, 5. September (10–11 Uhr). Der feierliche Einmarsch aller Nationen und Spieler in den Lichthof der Universität wird von einem musikalischen Rahmenprogramm untermalt. Es wird das Musikstück «Rules of the Game» von Clinton Haycraft aufgeführt – ein Schachstück für Akkordeon und Violoncello, illustriert von zwei Tänzerinnen und speziell komponiert für die Weltmeisterschaft. Das Bläserquintett «Inflagranti» tritt auf und wird eine Spezialeinlage auf dem Alphorn darbieten. Im Anschluss findet um 12 Uhr in der oberen Mensa der Universität eine Simultanvorstellung mit Grossmeister Vadim Milov statt. Der Lichthof der Universität ist ausserdem Schauplatz der Ausstellung «Senso» von Jürg Hassler. Der bekannte Filmemacher und Bildhauer beschäftigt sich seit mehreren Jahren mit Schach und hat das königliche Spiel in eine Vielzahl von Richtungen konzeptionell und plastisch weiterentwickelt. Seine originellen und alle Konventionen überwindenden Schachobjekte waren 2008/09 in der Fondation Beyeler in Riehen ausgestellt und sind nun während der gesamten Turnierdauer im Lichthof der Universität Zürich zu bewundern. Der Turniersaal im ehemaligen ETH-Chemiegebäude an der Universitätsstrasse 16 ist Schauplatz einer weiteren bemerkenswerten Ausstellung: Der Zürcher Psychiater Dr. Mario Gmür hat über 60 Schachspiele aus ebenso vielen Ländern zusammengetragen. Der Rundgang durch seine einzigartige Schachspiel-Sammlung unterstreicht nicht nur das weltumspannende Interesse für das uralte Spiel, sondern demonstriert auch eindrücklich, dass selbst bei der Gestaltung herkömmlicher Schachspiele der Phantasie keine Grenzen gesetzt sind. Die Filmstelle der ETH Zürich (SOSeth) zeigt sodann aus aktuellem Anlass drei Filme mit Schachmotiv: «Revolver» von Guy Ritchie (Dienstag, 7. September), «Die Schachnovelle» (Donnerstag, 9. September) und das aktuelle Stück «La Joueuse» (Freitag, 10. September). Besucher, die selber spielen wollen, haben ebenfalls mehrere Gelegenheiten: Simultanvorstellung für Erwachsene mit Grossmeister Vadim Milov am Sonntag, 5. September, 12 Uhr, in der Oberen Uni-Mensa (Interessenten melden sich bei georg@kradolfer.info) Simultanvorstellung für Junioren mit dem Zürcher Grossmeisters Florian Jenni am Mittwoch, 8. September, 14 Uhr (Interessenten melden sich bei georg@kradolfer.info) Allgemeines Blitzturnier am Donnerstag, 9. September, 19.30 Uhr, im Turniersaal (ehemaliges Chemiegebäude der ETH; Einsatz frei für jedermann). Open-air-Schachturnier auf der Polyterrasse am Sonntag, 5. September, 14 Uhr (5 Runden Rapid-Schach; Anmeldung bis 13.30 Uhr vor Ort; Einsatz 10 Franken; offen für jedermann). Elf Grossmeister und neun GrossmeisterinnenAn der neunrundigen Studenten-WM in Zürich nehmen 100 Spieler(innen) aus 27 Nationen teil. Mit 11 Grossmeistern und fast 20 Internationalen Meistern ist das Herrenturnier stärker besetzt als jemals zuvor in der Geschichte des Turniers. Grosser Favorit ist der 23-jährige Wang Yue (China). Mit einer ELO-Zahl von 2716 ist er der erste Supergrossmeister, der an einer Studenten-WM teilnimmt. Noch im Mai lag er als stärkster Chinese aller Zeiten auf Rang 8 der Weltrangliste. Nach einem kleinen Rückschlag wird er alles daran setzen, mit einem Sieg in Zürich wieder in die Top Ten zurückzukehren. Seine gefährlichsten Rivalen dürften die beiden russischen GM Igor Lysyj (2631) und Pawel Ponkratow (2604) sein. Lysyj hat vor zwei Jahren an der Studenten-WM in Nowokusnezk die Silbermedaille gewonnen. Stärkster Schweizer ist IM Oliver Kurmann, mit 2449 ELO auf Platz 24 der Startrangliste. Der Sieger des diesjährigen Hauptturniers I an den Schweizer Einzelmeisterschaften in Lenzerheide, IM Julien Carron (2380), startet zehn Plätze hinter Kurmann. Vervollständigt wird die Schweizer Equipe durch FM Felix Hindermann (2323), Marco Gähler (2292) und Jonas Wyss (2258).Im Damenturnier stellen einmal mehr Russland, Georgien und die Mongolei die stärksten Fraktionen. Angeführt wird das Feld von der 23-jährigen Mongolin Batkhuyag Munguntuul (2421), die schon seit sechs Jahren an der Schacholympiade das erste Brett für ihre Heimat bekleidet. Als einzige der neun angemeldeten Grossmeisterinnen trägt sie auch den IM-Titel bei den Herren. Sie studiert in Russland und hat erst letztes Jahr die russische Frauenmeisterschaft im Blitzschach gewonnen. Die beiden Schweizerinnen WIM Monika Seps (2184) und Maria Heinatz (1923) sind, wie ihre männlichen Kollegen, in dem starken Feld auf einen Exploit angewiesen, wollen sie um eine Rangierung in den ersten zehn Plätzen mitkämpfen. Zuschauer können die Partien der Weltmeisterschaft sowohl vor Ort als auch im Internet live verfolgen. Unter www.wucc2010.ch
finden Sie alle weiteren Informationen zur Studenten-WM.
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