07.10.2026 – Markus Angst

Am kommenden Wochenende Doppel-Schlussrunde der Nationalliga A in Genf – ist Zürich noch zu stoppen? – alle 80 Partien live im Internet!

Vieles spricht dafür, dass die Schachgesellschaft Zürich am kommenden Wochenende in der Schweizerischen Mannschaftsmeisterschaft (SMM) ihren 26. Meistertitel – den ersten seit zehn Jahren – feiern wird. Der Rekordmeister geht mit dem Punktemaximum und zwei Zählern Reserve auf Titelverteidiger Riehen ins Nationalliga-A-Finale im Hotel «Crowne Plaza» in Genf.
Bogner Cvitan 26
Die beiden Grossmeister Sebastian Bogner (Réti/links) und Ognjen Cvitan (Riehen) sind mit je 6 Punkte aus sieben Partien die erfolgreichsten Punktesammler in der Nationalliga A.

Weil sie im vergangenen Jahr mit einer bescheidenen 50-Prozent-Ausbeute nur auf Rang 5 gelandet sind, spielen die nach der Verpflichtung der beiden Schweizer Nationalspieler GM Li Min Peng und IM Gabriel Gähwiler aus der Pole-Position gestarteten Zürcher heuer in der zentralen Doppel-Schlussrunde nicht gegen die Top-Teams der Vorsaison. Stattdessen treffen sie noch auf den Stadtrivalen Wollishofen (8.) und auf Nyon (5.).

Aber Achtung: Vor Jahresfrist verloren sie – ebenfalls als NLA-Favorit angetreten – in der Startrunde just 3½:4½ gegen das in den drei letzten Matches siegreiche Nyon. Es war dies der negative Auftakt zu einer verkorksten Saison. Nun soll mit einer Revanche gegen die Waadtländer der Meisterpokal gesichert werden. Doch zum Selbstläufer wird das laut Zürich-Captain FM Jörg Grünenwald nicht: «Auch wenn die Ausgangslage äusserst vielversprechend für uns aussieht, so werden wir Wollishofen und Nyon sehr ernst nehmen und beide Matches konzentriert angehen.» 

Der Zwei-Punkte-Rückstand von Riehen resultiert aus der klaren 2½:5½-Niederlage im direkten Duell gegen Zürich aus der 3. Runde. Es war dies der erste Sieg der Zürcher gegen den Erzrivalen seit neun Jahren. Die Basler bekommen es noch mit den zwei Verlustzähler mehr aufweisenden Réti (4. – im Vorjahr auf Platz 3) und Winterthur (3. – 2025 Vizemeister) zu tun. Diese drei Teams kämpfen um zwei weitere Podestplätze.

Riehen-Captain Peter Erismann macht sich keine Illusionen: «Das Rennen um den Titel ist gelaufen. Die Zürcher werden sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen lassen. Ich rechne damit, dass sie auch die beiden restlichen Matches gewinnen werden.»

Die beiden Absteiger machen die drei Letztplatzierten Wollishofen (3 Punkte) sowie die zwei Neulinge Echallens (2) und Bodan Kreuzlingen (0) unter sich aus. Mit Echallens - Bodan (8. Runde) und Echallens - Wollishofen (9. Runde) kommt es im Saisonfinale noch zu zwei Direktduellen.

Live im Internet – oder vor Ort!

Alle 80 Partien können Sie am Samstag ab 14.15 Uhr und am Sonntag ab 11.15 Uhr (Verzögerung von 15 Minuten gegenüber dem offiziellen Spielbeginn) live auf Lichess und chess.com verfolgen.

Natürlich sind Zuschauer(innen) auch herzlich eingeladen, die Titel- und Abstiegsentscheidungen live im Hotel «Crowne Plaza» in Genf mitzuerleben.

Partien der zentralen Doppel-Schlussrun­de vom 10./11. Oktober in Genf (Hotel «Crowne Plaza», Avenue Louis-Casaï 75–77)

8. Runde (Samstag, 14 Uhr): Wollishofen - Zürich, Réti Zürich - Riehen, Winterthur - Genf, Nyon - Luzern, Echallens - Bodan Kreuzlingen.

9. Runde (Sonntag, 11 Uhr): Zürich - Nyon, Riehen - Winterthur, Genf - Réti, Luzern - Bodan, Echallens - Wollishofen.

NLA-Rangliste nach 7 Runden

1. Zürich 14 (38½). 2. Riehen 12 (36). 3. Winterthur 10 (35). 4. Réti 10 (31). 5. Nyon 7 (24½). 6. Luzern 6 (30). 7. Genf 6 (28). 8. Wollishofen 3 (23). 9. Echallens 2 (16½). 10. Bodan 0 (17½).

Die erfolgreichsten Punktesammler in der NLA

GM Sebastian Bogner (Réti) und GM Ognjen Cvitan (Riehen) je 6 Punkte aus 7 Partien, GM Christian Bauer (Zürich) 5½/7, GM Li Min Peng, FM Noah Fecker, Anthony Petkidis (alle Zürich), GM Nico Georgiadis, FM Igor Schlegel (beide Winterthur), GM Romain Edouard (Genf), IM Nicolas Brunner (Riehen), IM David Pires Tavares Martins (Réti) und Fabian Frey (Wollishofen) je 5/7, GM Yannick Pelletier (Zürich) 4½/6, GM Adrien Demuth (Riehen), IM Theo Stijve (Luzern) und FM Sigurdur Dadi Sigfusson (Réti) je 4/6, GM Dennis Wagner (Luzern), IM Daniel Fischer (Réti) und FM Dorian Jäggi (Riehen) je 3½/5.

Einzelbilanz der 10 NLA-Teams nach 7 Runden

Zürich (10 eingesetzt): GM Christian Bauer 5½/7, GM Li Min Peng 5/7, FM Noah Fecker 5/7, IM Anthony Petkidis 5/7, GM Lucas Brunner 4/7, IM Gabriel Gähwiler 4/7, GM Yannick Pelletier 4½/6, GM Alexandra Kosteniuk 3/3, FM Jörg Grünenwald 1½/3, IM Ilja Mutschnik 1/2.

Riehen (9): GM Ognjen Cvitan 6/7, IM Nicolas Brunner 5/7, FM Gregor Haag 4½/7, IM Ioannis Georgiadis 3½/7, IM Dennis Breder 3½/7, GM Adrien Demuth 4/6, GM Markus Ragger 3/5, FM Dorian Jäggi 3½/5, FM Moritz Valentin Collin 3/5.

Winterthur (14): GM Nico Georgiadis 5/7, FM Igor Schlegel 5/7, GM Florian Jenni 4½/7, IM Dennis Kaczmarczyk 4½/7, IM Martin Ballmann 3½/7, WGM Lena Georgescu 3/5, FM Benedict Hasenohr 2/3, FM Colin Federer 1½/3, FM Johannes Rappazzo 2/2, Stefan Zollinger 1½/2, GM Miguel Santos Ruiz 1/2, IM Richard Forster 0/2, Jonas Menzi 1/1, Sebastian Gattenlöhner ½/1.

Réti Zürich (13): GM Sebastian Bogner 6/7, IM David Pires Tavares Martins 5/7, GM Mihajlo Stojanovic 4½/7, FM Jonas Wyss 3/7, FM Matthias Gantner 2/7, FM Sigurdur Sigfusson 4/6, IM Daniel Fischer 3½/5, IM Evgeny Degtiarev ½/4, Lorenz Wüthrich ½/2, IM Christian Maier ½/1, Christian Wagner ½/1, Simon Lepot ½/1, Vincent Lou ½/1.

Nyon (14): IM Sébastien Joie 3½/7, FM Anand Gautier 3½/7, Selvan Gautier 3½/6, IM Danyil Mosesow 3/6, FM Murtez Ondozi 3/6, Alexandre Iwanesko 2½/6, Adam Feher 1½/6, FM Niels Willems 3/4, FM Holger Rasch ½/2, FM Dorian Asllani 0/2, GM Robert Fontaine ½/1, Pascal Guex 0/1, Maël Mendoza 0/1, Alexander Palairet 0/1.

Luzern (10): IM Fabian Bänziger 4/7, FM Matthias Mattenberger 3/7, IM Theo Stijve 4/6, IM Oliver Kurmann 3½/6, FM Benjamin Kienböck 3½/6, WGM Ghazal Hakimifard 3/6, Robin Angst 3/6, GM Dennis Wagner 3½/5, IM Valery Atlas 2/5, Jan Haugner ½/2.

Genf (9): GM Romain Edouard 5/7, GM Andrei Sokolow 4/7, GM Jean-Noël Riff 3½/7, GM Clovis Vernay 3/7, IM Yohan Benitah 3/7, FM Aurelio Colmenares 3/7, IM Richard Gerber 3/6, IM Teimur Toktomushev 1½/5, Dimitri Aeschbacher 2/3.

Wollishofen (15): Fabian Frey 5/7, FM Jan Saminskij 4/7, Mihaly Köhalmy-Szabo 2/7, FM Marco Gähler 1/7, Jürgen Fend 3/5, IM Michael Hochstrasser 1/5, WIM Mariia Manko 1/4, GM Michael Prusikin 2/3, FM Fabian Mäser 0/3, Kala Kishan Udipi 2/2, Frank Schmidbauer ½/2, Philippe Breyer ½/1, Thierry Breyer ½/1, Daniel Good ½/1, Yongzhe Zhuang 0/1.

Echallens (16): Romain Gemelli 3½/7, FM Nazariy Ustjanowitsch 2/7, Flavio Rotunno 1½/7, Steve Papaux 2½/4, Cédric Pahud 2/4, IM Guillaume Sermier 1/4, FM Yevgen Bondar 0/4, IM Ralph Buss ½/3, IM Manuel Valles ½/3, Gabriel Jülg 1/2, Mikayel Zargarov ½/2, Valentin Palmonella ½/2, FM Gabriele Botta 0/2, Daniel Stroppa 0/1, Nicolas Perréard 0/1, Pascal Vianin 0/1.

Bodan Kreuzlingen (12): FM Marcel Wildi 3½/7, FM Dieter Knödler 3/7, IM Peter Kühn 2½/7, Patrick Seitz 2½/7, IM Theo Hommeles 1½/7, Eike Cöllen 2/6, IM Frank Zeller 1/5, Stefan Egle ½/3, Samuel Heymann 0/3, Daniel Merk ½/2, Michael Schmid ½/1, Kurt Sulzbacher 0/1.

Die Meister der letzten 10 Jahre

2025 Riehen

2024 Riehen

2023 Riehen

2022 Luzern

2021 Luzern

2020 nicht ausgetragen

2019 Genf

2018 Luzern

2017 Winterthur

2016 SG Zürich

Meistertitel seit der Einführung der SMM 1951

SG Zürich: 25

Allschwil: 8

Biel: 7

Nimzowitsch Zürich: 6

Genf: 5

Luzern: 4

Bern (Zytglogge): 3

Birseck: 3

Réti Zürich: 3

Winterthur: 3

Riehen: 3

Basel: 2

Reichenstein: 1

Mendrisio: 1

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