Auftakt zur Olympiade in Samarkand mit zwei Schweizer Kantersiegen

Während die als Nummer 17 gestarteten Schweizerinnen Thailand (111) mit 4:0 bezwangen, gewannen die Schweizer (33) gegen Burundi (136) 3½:½. Für die vier Damen-Siege sorgten WIM Mariia Manko, WIM Sofiia Hryzlova, WGM Ghazal Hakimifard und WIM Camille De Seroux. Teamleaderin GM Alexandra Kosteniuk pausierte.
Für die Herren holten GM Li Min Peng, IM Fabian Bänziger und der seine Nationalmannschafts-Premiere erlebende 15-jährige Junior FM Colin Federer den ganzen Punkt. GM Sebastian Bogner remisierte am ersten Brett gegen den 2393 ELO aufweisenden IM Paul Chambers Ezra.
Behinderten-Olympiade: Schweizer(innen) zahlen Lehrgeld
An der bereits seit 11. September laufenden, über sieben Runden führenden und noch bis morgen Donnerstag dauernden Behinderten-Olympiade in Samarkand kam die erstmals mitspielende Schweizer Mannschaft nicht so recht auf Touren. Als Startnummer 14 liegt sie vor dem Schlussdurchgang auf dem 23. Zwischenrang unter 41 Teams.
Nach dem 3:1-Startsieg gegen das klar schwächere Simbabwe und der ½:3½-Niederlage gegen die deutliche stärkere Auswahl des Blindenschach-Weltverbands (IBCA) holten die Schweizer(innen) gegen Brasilien, Weissrussland und Vietnam – allesamt mit 30er-Startnummern – nur zwei Mannschaftspunkte. Immerhin gewannen sie heute in der 6. Runde gegen das ebenfalls klar schwächere Usbekistan II (31) 2½:1½.
«Wir bezahlen hier Lehrgeld», kommentiert Marc Tillmann, der massgeblich dafür verantwortlich ist, dass die Schweizer Premieren-Teilnahme geklappt hat, das Abschneiden ohne nach Ausreden zu suchen. Erfolgreichster Punktesammler im Schweizer Team ist Halit Rexhepi mit 3½ aus 5. Der St. Galler ist der Einzige, dessen Performance höher ist als seine eigene ELO-Zahl.
Herren
1. Runde: Burundi (Startnummer 136) - Schweiz (33) ½:3½ (IM Ezra - Bogner ½:½, Ntamatungir - Peng 0:1, Mutabazi - Bänziger 0:1, Rukundo - Federer 0:1). Irak (103) - USA (1) ½:3½. Indien (2) - Thailand (104) 3:1. Jamaika (105) - Usbekistan (3) 0:4. China (4) - Uganda (106) 4:0. Färöer (107) - Deutschland (5) 0:4. Holland (6) - Hongkong (107) 3:1.
Damen
1. Runde: Schweiz (17) - Thailand (111) 4:0 (Manko - Chuemsaku 1:0, Hryzlova - Bootsumran 1:0, Hakimifard - Kaewwattha 1:0, De Seroux - Chinkulkitniwat 1:0). Indien (1) - Dominikanische Republik (95) 4:0. Tunesien (96) - Georgien (2) 0:4. Kasachstan (3) - Botswana (97) 4:0. Sambia (98) - China (4) 0:4. USA (5) - Andorra (99) 4:0. Irak (100) - Ukraine (6) 0:4.
Behinderten-Olympiade
1. Runde: Simbabwe (34) - Schweiz (14) 1:3 (Gora - IM Yarmonov 1:0, Machona - Rexhepi 0:1, Murove - Tillmann 0:1, Shantel - Bolliger 0:1).
2. Runde: IBCA (International Braille Chess Association/Blindenschach-Weltverband/4) - Schweiz 3½:½ (IM Nikac - Yarmonov ½:½, IM Dukaczewski - Rexhepi 1:0, FM Pribeanu - Tillmann 1:0, Racis - Bolliger 1:0).
3. Runde: Schweiz - Brasilien (37) 2:2 (Yarmonov - Lopes 1:0, Gautschi - De Souza 0:1, Rexhepi - Moyses Sobrinho 1:0, Bolliger - Tamarozi 0:1).
4. Runde: Schweiz - Weissrussland (30) 1:3 (Yarmonov - Dzenisenia ½:½, Gautschi - Koishman 0:1, Tillmann - Rasikhin 0:1, Bolliger - Kazhukhar ½:½).
5. Runde: Vietnam (32) - Schweiz 2:2 (Nguyen - Yarmonov 0:1, Dao - Gautschi ½:½, Doan - Rexhepi ½:½, Le - Bolliger 1:0).
6. Runde: Schweiz - Usbekistan II (31) 2½:1½ (Gautschi - Gulamow ½:½, Rexhepi - Abdullajew 1:0, Tillmann - Ikromaljewa 1:0, Bolliger - Bachodirow 0:1).
Zwischenrangliste nach 6 von 7 Runden: 1. Polen 11. 2. Kuba 10. 3. Philippinen 9 (100). 4. Tschechien 9 (79). 5. Usbekistan 9 (78). 6. Israel 8. Ferner: 23. Schweiz 6.
Einzelbilanz der Schweizer(innen): IM Igor Yarmonov 3/5, Rudolf Gautschi 1/4, Halit Rexhepi 3½/5, Marc Tillmann 2/4, Jolanta Bolliger 1½/6.
Hier finden Sie die Herren-Resultate.
Hier finden Sie die Damen-Resultate.
Hier finden Sie die Resultate der Behinderten-Olympiade.
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