Wahl des FIDE-Präsidenten: der SSB unterstützt Timur Turlow

In Samarkand wird ein neuer FIDE-Präsident gewählt, weil der seit 2018 amtierende Russe Arkadi Dworkowitsch in diesem Sommer wegen des Ukraine-Kriegs auf die Sanktionsliste der Europäischen Union gesetzt wurde. Er zog sich deshalb umgehend vom FIDE-Präsidium zurück.
Timur Turlow ist ein kasachischer Unternehmer, Finanzier und internationaler Schachmäzen, der vor allem als Gründer und CEO der Freedom Holding Corp. bekannt ist. Unter seiner Führung wurde diese an der NASDAQ in New York kotiert und baute ihre Präsenz in den Bereichen Bankwesen, Versicherungen, Telekommunikation und digitale Dienstleistungen kontinuierlich aus.
Neben seiner unternehmerischen Karriere engagiert sich Turlow auch in der Schachszene in Kasachstan und weltweit. Seit 2023 ist er Präsident des kasachischen Schachverbands und seit 2025 Präsident der International School Chess Federation Laut seinem Wahlprogramm will er als FIDE-Präsident Führungs- und Finanzkompetenz aus der Leitung seines börsenkotierten internationalen Unternehmens sowie einen technologieorientierten Ansatz durch die digitalen Plattformen von Freedom und Chessbase in den Weltverband einbringen.
Als Vizepräsident steht Viswanathan Anand auf seinem Ticket. Der ehemalige Weltmeister aus Indien amtierte auch unter Dworkowitsch als Vize und führt derzeit die FIDE interimistisch. «Ich bin überzeugt, dass wir mit dem Duo Turlow/Anand und dessen Team auf Kontinuität und auf eine erfolgreichen Fortsetzung des Wegs für die weltweite Schach-Community setzen», sagt SSB-Zentralpräsident André Vögtlin.
Neben Timur Turlow kandidieren zwei deutsche Unternehmer für das FIDE-Präsidium – der 62-jährige Jan Henric Büttner und der 36-jährige Wadim Rosenstein.