Schweizer Rapid- und Blitzmeisterschaft 2026
21.06.2026 – Markus Angst

Zürich ist «Sommermeister» – Riehen, Winterthur und Réti folgen in der Nationalliga A mit 2 Punkten Rückstand – Siege für die NLB-Spitzenteams

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24 Stunden nach der Niederlage gegen Réti kehrte Winterthur in Echallens (im Bild die beiden Partien FM Nazariy Ustjanowitsch - GM Florian Jenni und Romain Gemelli - WGM Lena Georgescu) wieder auf die Siegerstrasse zurück.

Die Schachgesellschaft Zürich geht in der Schweizerischen Mannschaftsmeisterschaft (SMM) als einziges Nationalliga-A-Team mit dem Punktemaximum in die Sommerpause.

Während die Zürcher in der ersten von drei NLA-Doppelrunden sowohl gegen das nur auf dem 6. Rang liegende Genf (5:3) als auch gegen den punktelosen Aufsteiger Bodan Kreuzlingen (5½:2½) gewannen, liess der nach drei Runden noch punktgleiche Co-Leader Winterthur in der 4. Runde Federn. Der Vizemeister musste sich dem Vorjahresdritten Réti Zürich knapp mit 3½:4½ geschlagen geben.

Réti gewann ebenso beide Matches (24 Stunden später auch 6:2 gegen Nyon) wie Riehen. Der Titelverteidiger zeigte sich von der Niederlage gegen Zürich in der 3. Runde gut erholt und schlug Wollishofen (knapp mit 4½:3½) und Genf (klarer mit 5½:2½). Weil auch Winterthur in der 5. Runde gewann (6½:1½ gegen Neuling Echallens), liegen die drei Zürich-Verfolger Riehen, Winterthur und Réti mit je 2 Punkten Rückstand gleichauf. Das fünftplatzierte Luzern, das in der 4. Runde das nur zu sechst angetretene Echallens gleich mit 7:1 bezwang, 24 Stunden später jedoch Wollishofen ein 4:4-Unentschieden zugestehen musste, weist bereits 3 weitere Punkte Rückstand auf. In der nächsten Runde am 22. August kommt es zum Spitzenkampf Winterthur - Zürich.

Im Abstiegssektor feierte Nyon gegen Bodan seinen ersten Saisonsieg (5:3). Die Waadtländer werden zusammen mit den ebenfalls 3 Punkte aufweisenden Genf und Wollishofen sowie mit Echallens (2) und Bodan (0) die beiden Absteiger ausmachen.

Die Top-Teams der NLB gewinnen

In der Nationalliga B hielten sich die fünf im Einsatz stehenden Spitzenteams in der 5. Runde schadlos. Während in der Ostgruppe Swisschess Academy Lugano spielfrei war, gewann der Kantonsrivale Mendrisio (allerdings denkbar knapp mit 4½:3½ gegen Winterthur II) ebenso wie Nimzowitsch Zürich (auch knapp mit 4½:3½ im Derby gegen Wollishofen II) und Tribschen (6:2 gegen St. Gallen). Die je 7 Punkte aufweisenden Mendrisio und Nimzowitsch (das jedoch einen Match mehr gespielt hat) überholten damit Swisschess Academy (6 aus 4 wie Tribschen).

In der Westgruppe sind Schwarz-Weiss Bern und der Schachklub Bern weiterhin im Gleichschritt. Schwarz-Weiss gewann gegen La Garde du Roi Prangins 5½:2½. Zwar sorgten FM Deyan Samuil Kostov und David Radu mit ihren Siegen an Brett 1 und 3 für einen 2:1-Vorsprung der Waadtländer. Doch an den sechs restlichen Brettern holten sie nur einen halben Punkt. Der Berner Lokalrivale setzte sich gegen Vevey mit demselben Resultat durch.

In der nächsten Runde nach der Sommerpause am 23. August stehen in der NLB gleich zwei Spitzenkämpfe auf dem Programm. Im Osten treffen Swisschess Academy und Nimzowitsch aufeinander, im Westen die beiden Stadtberner Klubs.

Im Abstiegssektor waren Glarus und Olten die beiden grossen Gewinner der 5. Runde. Die Glarner feierten gegen Réti II mit 5:3 ihren ersten Saisonsieg und verwiesen das punktgleiche Wollishofen II, das jedoch einmal mehr gespielt hat, auf den einzigen Abstiegsplatz in der Ostgruppe. Die Oltner gewannen im Westen das Kantonalderby gegen das allerdings stark ersatzgeschwächte Solothurn knapp mit 4½:3½ und rückten auf Rang 7 vor, während Solothurn auf den 9. Platz zurückfiel – 2 Zähler vor dem punktelosen Aufsteiger Court (3½:4½-Niederlage gegen Nyon II)

1. Liga: nur ein Leader fiel

Von den vier 1.-Liga-Leadern verteidigten deren drei ihre Spitzenposition, während es in der Nordwestgruppe einen neuen Tabellenführer gibt. In der Ostgruppe endete das Derby zwischen Absteiger Zürich II und Réti III 4:4, so dass beide Teams weiterhin mit je 7 Punkten an der Spitze liegen. Mit Pfäffikon/ZH, Wädenswil, Winterthur III (je 6) und Engadin (5) liegen ihnen vier Mannschaften dicht auf den Fersen.

In der Zentralgruppe fügte Baden-Brugg Absteiger und Verfolger Trubschachen die zweite Niederlage hintereinander, die mit 1:7 überraschend hoch ausfiel, zu. Die 9 Punkte aufweisenden Aargauer liegen 2 Zähler vor Aufsteiger Zug und Entlebuch. Auch in der Westgruppe gewann Echallens II das Verfolgerduell gegen Absteiger Bois-Gentil Genf (wenn auch knapp mit 4½:3½) und verteidigte damit seine Spitzenposition mit 2 Punkten Vorsprung auf Neuenburg.

Dank eines klaren 6:2-Siegs im Spitzenkampf gegen den punktgleichen Leader Köniz-Bubenberg sprang Echiquier Bruntrutain Porrentruy in der Nordwestgruppe auf Rang 1 – mit einem Einzelpunkt Vorsprung auf das mannschaftspunktgleiche Bern II.

Im Abstiegssektor klärten sich die Fronten in zwei Gruppen. Im Osten hat Wollishofen III nun bereits 3 Punkte Rückstand auf den Strich, Aufsteiger Frauenfeld gar deren 4. In der Zentralgruppe liegt Tribschen II als einziges punkteloses Team 4 Zähler hinter Rang 6. In den beiden anderen Gruppen ist es etwas enger. Im Nordwesten liegen Riehen III, Neuling Schwarz-Weiss Bern II (je 3) und Thun (1) innerhalb von 2 Punkten. Im Westen sind die beiden Aufsteiger Bulle und Cavaliers Fous Genf sowie Fribourg (je 2) gar punktgleich.

Nationalliga A, 4. Runde

Genf - Zürich 3:5 (Sokolow - Bauer ½:½, Edouard - Peng ½:½, Toktomushev - Pelletier ½:½, Vernay - Petkidis 0:1, Colmenares - Gähwiler 0:1, Gerber - Brunner 0:1, Riff - Fecker 1:0, Benitah - Grünenwald ½:½).

Winterthur - Réti Zürich 3½:4½ (Jenni - Martins 0:1, Georgiadis - Stojanovic 1:0, Kaczmarczyk - Bogner 0:1, Forster - Fischer 0:1, Schlegel - Degtjarew ½:½, Ballmann - Gantner 0:1, Rappazzo - Wyss 1:0, Georgescu - Sigfusson 1:0).

Wollishofen - Riehen 3½:4½ (Saminskij - Demuth ½:½, Gähler - Ragger 0:1, Köhalmi-Szabo - Georgiadis 0:1, Frey - Haag 1:0, Ph. Breyer - Cvitan ½:½, Udipi - Breder 1:0, Th. Breyer - Collin ½:½, Schmidbauer - Brunner 0:1).

Luzern - Echallens 7:1 (Wagner - Ustjanowitsch 1:0, Kurmann - Gemelli ½:½, Bänziger - Bondar 1:0, Kienböck - Valles 1:0, Mattenberger - Rotunno 1:0, Stijve - Jülg ½:½, Angst 1:0 f., Hakimifard 1:0 f.).

Nyon - Bodan Kreuzlingen 5:3 (Mosesow - Kühn 1:0, Joie - Hommeles ½:½, Feher - Zeller ½:½, A. Gautier - Seitz ½:½, Willems - Knödler ½:½, Ondozi - Wildi 0:1, S. Gautier - Heymann 1:0, Iwanesko - Cöllen 1:0).

Nationalliga A, 5. Runde

Zürich - Bodan 5½:2½ (Pelletier - Hommeles 1:0, Peng - Zeller 1:0, Bauer - Kühn 1:0, Petkidis - Seitz 1:0, Gähwiler - Knödler ½:½, Brunner - Egle ½:½, Fecker - Wildi ½:½, Grünenwald - Cöllen 0:1).

Riehen - Genf 5½:2½ (Demuth - Vernay 1:0, Ragger - Edouard ½:½, Georgiadis - Toktomushev 1:0, Breder - Sokolow ½:½, Cvitan - Riff ½:½, Brunner - Benitah ½:½, Haag - Colmenares 1:0, Jäggi - Gerber ½:½).

Echallens - Winterthur 1½:6½ (Bondar - Georgiadis 0:1, Valles - Kaczmarczyk 0:1, Ustjanowitsch - Jenni 0:1, Gemelli - Georgescu ½:½, C. Pahud - Ballmann ½:½, Jülg - Hasenohr ½:½, Rotunno - Schlegel 0:1, Perréard - Zollinger 0:1).

Réti - Nyon 6:2 (Bogner - Mosesow 1:0, Degtjarew - Willems 0:1, Martins - Joie 1:0, Stojanovic - Feher 1:0, Fischer - A. Gautier 1:0, Wyss - Ondozi ½:½, Sigfusson - Iwanesko 1:0, Gantner - S. Gautier ½:½).

Wollishofen - Luzern 4:4 (Hochstrasser - Bänziger 0:1, Frey - Wagner ½:½, Saminskij - Mattenberger ½:½, Gähler - Stijve 1:0, Köhalmi-Szabo - Kurmann ½:½, Zhuang - Kienböck 0:1, Udipi - Angst 1:0, Schmidbauer - Hakimifard ½:½).

Rangliste nach 5 Runden: 1. Zürich 10 (28). 2. Riehen und Winterthur je 8 (25½). 4. Réti 8 (23½). 5. Luzern 5 (22½). 6. Genf und Wollishofen je 3 (18). 8. Nyon 3 (15½). 9. Echallens 2 (11). 10. Bodan 0 (12½).

Partien der 4. und 5. Runde:

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